Deutsche Sprache, schwere Sprache

Sprache muss im Moment viel aushalten. Vor allem die deutsche. Die Gründe sind mannigfaltig. Ganz unabhängig vom Unwort des Jahres, Jan Böhmermann und den üblen Verdächtigen der Partei mit dem ersten Buchstaben des Alphabets am Anfang. Die Möglichkeiten Sprache als Ausdrucksform zu Nutzen, wurden in Deutschland erst nach und nach entdeckt. So war das Nibelungenlied etwa ein frühes Zeugnis der mittelhochdeutschen Lyrik. Etwas später war Goethes Faust ein Beispiel für den neuhochdeutschen Knittelvers. Wieder etwas später wurden Heinz Erhardt und das Wirtshaus im Spessart zu Belegen des nachkriegsdeutschem Klamauks. Jede Epoche hat ihren Slang. Die Nutzungsgewohnheiten der Sprache sagen viel über Zeitgeist und Mentalität aus. Im Falle des Nibelungenliedes war es der erwachende Geist eines gemeinsamen germanischen Reiches, eingebettet in ein traurig-schönes Heldenepos. In Goethes Faust ging es eventuell um die Selbstkritik am aufkeimenden Bildungsbürgertum und der Säkularisierung der Gesellschaft. Das Personal des Wirtshauses im Spessart und unter anderem auch Heinz Erhardt hatten reichlich damit zu tun die stigmatisierende Sprache des dritten Reichs durch heitere Zoten zu ersetzten. Verdrängung war aber auch keine Lösung, deshalb wurde mit Hilfe der analytischen Sprache der Frankfurter Schule ausgesprochen was ausgesprochen werden musste. Die Sprache war danach lange nur Mittel zum Zweck. Schlagertext und Büttenrede, Politpunkzeile und Atomausstiegsplakatslogan. Und jetzt?

Jetzt sitze ich morgens beim Frühstück und wenn nicht gerade englischsprachige Musik läuft, z. B. The Riddle  dann läuft auch der eine oder der andere Song in meiner Muttersprache auf Heavy Rotation.  Mein kleines Radio läßt den Bass außen vor. Das was wirklich gut rüber kommt sind die mittleren Frequenzen, vor allem die Sprachverständlichkeit ist ausgezeichnet. Da fängt man an die Worte auf die Goldwaage zu legen. Es ist ziemlich schwer etwas zu überhören, auf meinem kleinen Radio.

Immer wiegen deutsche Worte schwerer als der Durchschnitt. Man muss sich schon bücken. Das Pathos liegt etwas weiter unten in der Eichentruhe.

Mittlerweile hat sich Deutsch auch als Sprache der Popmusik mit vermeintlich leichteren Themen durchgesetzt. In der populären Musik war die Muttersprache eigentlich immer präsent, seit den Comedian Harmonists und auch schon davor. Die Neue Deutsche Welle war möglicherweise der erste ernsthafte Versuch den folkloristischen Klang der guten alten Zeit loszuwerden. Ein Weg in das freie Feld der sprachlichen Selbstfindung. Es wurde etwas entdeckt, das außerhalb der etablierten Grenzen der Sprachverwendung spielte. Das Resultat war so originell, das es sogar im Ausland positiv wahrgenommen wurde. Udo Lindenberg besang die Themen der Strasse mit neuer Direktheit, und war mit Sicherheit ein wichtiger Wegbereiter der neuen deutschen Sprachoffenheit. Ein Weg der mit dem Aufkommen von Deutsch-Rap weitergegangen wurde. Trotzdem monierte man Ende der neunziger Jahre, dass die Marktanteile von deutschsprachiger Musik noch viel zu gering seien, diskutierte sogar eine festgesetzte fünfzig/fünfzig-Quote für das Airplay. Zum Glück passierte die digitale Revolution des Musikmarktes im richtigen Moment und man hatte in den Chefetagen der Musikindustrie ausser der Deutschquote auch noch andere Sorgen. Anfang der Nullerjahre kam eine musikalische Strömung auf, die wirkte wie die Brandung der Neuen Deutschen Welle. Bands wie Sportfreunde Stiller, Wir Sind Helden, Juli, Silbermond, verhalfen dem Deutschpop neuen Aufwind. Zuvor war diese Musik eher als Lokales Phänomen ortbar (als Hamburger Schule: Tokotronik, die Sterne, Blumfeld) oder als Nische im Alternative-Bereich. Kurz: Deutscher Melodiegesang kam plötzlich schwer in Mode.

Zur Zeit ist deutschsprachiger Pop ziemlich etabliert. So etabliert, dass es möglicherweise schon eine Lobby für diese Musik gibt. Das ist nichts ungewöhnliches, denn überall wo gemeinsame marktwirtschaftliche Interessen bestehen, hilft man sich gerne gegenseitig. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass jede Form der Subversion irgendwann im Mainstream ankommt. Wenn man weiß wie der Markt reagiert, lösen sich inhaltliche Widersprüche plötzlich auf. Ein gutes Beispiel für diese Entwicklung ist die VOX-Sendung Sing meinen Song. Vordergründig geht es hierbei um die Interpretation des neudeutschen Liedguts durch den singenden Nachbarn. Sieben Interpreten covern sich gegenseitig. Yvonne Catterfeld singt Naidoo, Bourani singt Christina Stürmer und so weiter… Deutschland ein Popdorf. Das, was dem geneigten Zuschauer Intimität suggerieren soll, ist im Grunde eine Dauerwerbesendung. Eine erfolgreiche noch dazu, landen die ausgekoppelten Alben doch regelmäßig in den oberen Top-Ten Platzierungen. Dabei kommt natürlich die Frage auf: Wer hört sich diese Musik eigentlich an? Es müssen viele sein. Das ist das eigentlich beunruhigende an der Sache. Es liegt nicht daran, dass diese Musik ein Zeichen schlechten Geschmacks wäre. Nein, ganz im Gegenteil. Die Stücke, die man des öfteren im Radio und Musikfernsehen (ja, das gibt es noch) hört, sind durch die Bank aufwendige,  gut durchgestaltete Produktionen. Meistens wird das gesungene Wort dezent und zurückhaltend präsentiert. Neue deutsche Sachlichkeit. Was beim nüchternen Hören irritiert ist, dass es in den Texten erstaunlich oft einen Apell an ein diffuses Wir-Gefühl gibt. Die Grundaussage geht dabei in Richtung: Das Leben ist hart, aber wir schaffen das schon. »Ein Hoch auf uns, auf dieses Leben« als ich die Zeilen des Weltmeisterschaftsbegleithits  zum ersten Mal hörte, war ich mehr oder weniger entsetzt. Jedem Interpreten ohne Multikulti-Hintergrund hätte ich diese Wortwahl wirklich übel genommen. Diese Mischung aus Pathos und Selbstliebe war mir irgendwie zu viel. Viele sahen das wohl anders. Davon abgesehen scheint die Nachfrage an Musikstücken die als Selbstbestätigung des eigenen Daseins funktionieren ungebrochen. Wollen wir  wirklich einfach nur hören wer wir  sind? »So wie es ist, so soll es bleiben.« Zeilen wie diese markieren eigentlich den schöpferischen Nullpunkt. Wo bleibt da die Utopie, wo die Sehnsüchte? Sind das tatsächlich Einblicke in die Erlebniswelten von jungen Menschen? Reichen diese sentimentalen Platitüden tatsächlich aus, um unser  Leben zu beschreiben?

Wo Sprache gehobelt wird da fallen Späne. In Deutschland sind sie irgendwie dicker.

Anscheinend ist mittlerweile jeder Song ein potenzieller Weltmeister Song, eine Motivationshymne für den Alltag der hart arbeitenden und ebenso hart feiernden deutschen Mittelschicht. Liedzeilen für die Reanimation, dauersympathisch vorgetragen von Bärtigen mit Hornbrille und Schiebermütze. Wer andauernd nur das eigene Leben, die geile Zeit mit dem Lieblingsmenschen besingt, lebt nicht bewusst, sondern nur den eigenen Hedonismus. Sind wir  tatsächlich schon so saturiert? Deutschland einig Wohlfühlland. Oder ist diese Musik eventuell eine Art kultureller Kitt? Ist sie das was uns wirklich eint – in den Zeiten der großen Fußballtuniere und darüber hinaus? Ist das vielbesungene »Wir« wirklich identitätsstiftent gemeint? Eignen sich diese Wellness-Hymnen tatsachlich als Soundtrack für den culture clash?  Denkbar und realistisch ist leider auch dieses Szenario:

Wähler der Partei mit dem ersten Buchstaben des Alphabets am Anfang sitzen gemeinsam beschwippst beim Grillen im Garten und singen »Ein Hoch auf uns, usw…« Den Song eines Adoptivkindes aus Nordafrika. Ein Lied das von Jemandem geschrieben wurde, den sie höchstwahrscheinlich nicht als ihren Nachbarn dulden würden.

Anspieltipp: Jan Delay – Ich möchte nicht, dass ihre meine Lieder singt

WIR

Wenn Oberärzte in der 1. Person Plural mit ihren Patienten reden, halten sie sich beruflich distanziert an der Oberfläche auf. Die direkte Ansprache mit Ich und Du in einem Liebeslied kostet deutlich mehr Überwindung, als das gemeinsame Schicksal mit dem Personalpronomen wir  zusammen zu fassen. Fehlt unseren Barden eventuell einfach der Mut zum echten Gefühl? Bleibt man dann doch lieber aufgrund der »schweren« Sprache auf Distanz? Ist es die Angst, doch hinterher beim klassischen Schlager zu landen —falls man beides kombiniert: Gefühl und deutsche Sprache? Der Grad zwischen den Genres verläuft ohnehin schmaler als man ihn gerne hätte. Es ist problemlos möglich zwischen Helene Fischers Atemlos  und Jennifer Rostocks Tauben aus Porzellan  hin und her zu switchen. Das seltsame daran ist, dass im direkten Vergleich, der Helene-Fischer-Überhit sogar authentischer, emphatischer wirkt. Das wiederum kann aber nicht an der Sprache liegen.

 

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The Riddle

Geht es euch auch so…? Morgens in die Küche stellt man das Radio an und es läuft immer zufällig The Riddle  von Nik Kershaw.  Die Wahrscheinlichkeit das The Riddle  gerade läuft ist ziemlich hoch, handelt es sich doch bei dem Song nachweislich um einen Evergreen. Jeder kennt den Song, auch wenn jeder  das garnicht unbedingt will. Es ist mit vielen musikalischen Relikten aus der vorletzten Dekade des letzten Jahrhunderts so. In Stein gemeißelte Pop-Phrasen die man nicht überhören kann, auch wenn man sie sich längst überhört hat. Dabei schwingt bei jedem neuen Hören die Frage mit, ob die Songs noch für sich selbst stehen, oder ob sie auf einer Endlosschleife verharren, die allein marktwirtschaftlichen Aspekten geschuldet ist. Stichwort: Kundenbindung, Werbezeit verkaufen. Bloss niemanden auf dem Weg zur Arbeit mit neuen Songs überfordern! Diese Gassenhauer sind schließlich so middle of the road,  dass sie möglicherweise die größtmögliche Schnittmenge von Musikgeschmack überhaupt abbilden, was die Wahrscheinlichkeit des unvorgesehenen Senderwechsels dämpft. Die middle of the road  wurde mit diesen Evergreens geteert: Last Christmas, The Final Countdown, Unchain My Heart (Coverversion, Joe Cocker), Simply The Best, Urgent, the Riddle. Es ist klar: Wer zweimal in einer solchen Aufzählung vorkommt, ist, oder vielmehr – war – ein Superstar.

Nik Kershaw, geboren in Ipswich, Suffolk, England schrieb The Riddle  im Alter von 26 Jahren. Er hatte im Frühjahr 1984 mit Human Racing  bereits ein Album mit zwei Top-10 Hits am Start. Was ihn nicht davon abhielt im Oktober des gleichen Jahres ein zweites Album nachzulegen. Das gleichnamige Titelstück The Riddle,  ist neben den besagten Hits des ersten Albums, wahrscheinlich sein bekanntester Song. Vielleicht erkannte man bei seinem Label MCA das Potential des neuen Hit-Lieferanten und wollte mit The Riddle  gleich noch in das Weihnachtsgeschäft einsteigen. Eile war geboten, schnell mussten die Stücke fertig werden, um noch rechtzeitig auf dem Gabentisch zu landen. Das Texten wurde irgendwie zur Nebensache.

Mir erging es jedenfalls so – das ist überhaupt erst der Grund mich mit diesem Stück Musik auseinanderzusetzen – mit jedem Hören des Songs wurde er mir schleierhafter. Ich stellte irgendwann fest, dass ich einfach nicht zum Kern der Botschaft vordringen konnte. Gab es die? Braucht es die überhaupt? Ein Popsong hat normalerweise schon eine identifizierbare Aussage, sei es die enttäuschte Liebe, oder die Hoffnung auf Erlösung (was ja meistens das Gleiche ist). Das besagte The Riddle  ist auf eine penetrante Art nihilistisch und dabei leider sehr eingängig. Textlich geht es anscheinend um Hobbits, die in Erdlöchern verschwinden und seltsame Kleidung dabei tragen. Hä? Ich verstand es einfach nicht. Wie konnte ein Lied mit einem derart schwachsinnigen Text zum Hit mutieren? Warum werde ich seit Jahren damit gequält?

Bei genauerem Hinhören fällt der betonte Offbeat auf, es handelt sich bei dem Stück Musik demnach, jedenfalls im weiteren Sinn, um Reggae. Mit diesem, Dudelsack-Marschmusik-Gedudel am Anfang und im Breakdown-Part, also der Stelle vor dem letzten Refrain, ist wahrscheinlich die unwürdigste Verschmelzung von Stilen vollzogen, die musikalisch möglich ist. Gedudel und hellhäutiger Reggae. Das war – jede Spielart für sich genommen – damals nichts Ungewöhnliches und trat des Öfteren auf. Gedudel: Solsbury Hill, Rhythm of my Heart.  Bleichgesichts-Reggae: Do You Really Want to Hurt Me, Spirits in the Material World.  Aber beides in einem Song? Eine Zumutung! In den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts allerdings eine mögliche musikalische Option. Die Strukturen waren alt: Major Labels, zugkräfige Seilschaften. Die Inhalte neu: Synthesizerklänge und die Lust sie in jeder Lebenslage zu verschwenden. Die Marketingmittel noch wirksam: MTV und Billboards. Da ging so einiges.

Wie ich nun bei meiner Recherche feststellen mußte, wurde ich durch mein Verständnis der englischen Sprache nicht getäuscht: Der junge Nik Kershaw  hatte tatsächlich einfach nur nach Versmaß gereimt: Ja, es handelt sich bei dem Text tatsächlich um nicht-zusammenhängende, gequirrlte Scheiße. Vielen Dank für diese Zeitverschwendung! Bei jedem Hörvorgang hatte mein Hirn vergeblich versucht diesem enigmatischen Nonsens irgendwelchen Sinn zu entlocken. Das ist soetwas wie die Höchstrafe für den bewußten Hörer von Radiomusik. Du mußt hinhören weil du etwas verstehen willst – und das obwohl dir die Musik überhaupt nicht gefällt – nur, um anschließend festzusetellen, dass es – wie auch sonst im Pop – garnichts zu verstehen gibt. Riddle in the middle.

Kleine Ungeheuer

Die Natur braucht Respekt. Wir selbst sind nur ein kleiner Teil der Schöpfung. Teil eines biologischen Makrokosmos den wir vielleicht garnicht verstehen. Mit unserem offenbar sehr begrenzten Sensorium und unserem einfachen Verstand. Neulich hatte ich das Vergnügen mit einer guten Freundin meiner Freundin über natürliches und unseren Umgang damit zu sprechen. Ich muss hinzufügen, dass diese Freundin ein extrem weitsichtiger und offenherziger Mensch ist. Sie hat sich, was ihr Verständnis von Menschen und Natur betrifft, eine sehr unbefangene, angenehm naive Art bewahrt. Das ist etwas sehr seltenes, zumal die totale Abgeklärtheit mittlerweile zum Schmuck des urbanen Alleswissers geworden ist. Unser Gespräch mäanderte ein Weilchen durch einen verbalen Kräutergarten. Das war schon ausgesprochen lehrreich, weil diese nette Person tatsächlich viel Detailwissen darüber hat, was da so am Wegesrand steht und gedeiht. Wo Heilkräuter wachsen ist auch das Insektenreich nicht weit: Irgendwann kamen wir auf das Thema Zecken. Sie verblüffte mich und beschämte mich zugleich – ob meiner einseitigen Meinung – als sie sagte: „Es wird im Moment regelrecht Hetze gemacht, auf Zecken. Die werden plötzlich zu furchtbaren Ungeheuern, die im Wald auf einen Lauern. Sobald man eine Apotheke betritt schaut einen so ein Ungetüm von einem Poster aus an, dass man direkt Angst kriegt.“ Sie hat irgendwie Recht. Möglicherweise hat die Zecke ein Imageproblem. „Früher haben wir uns, nachdem wir im Wald gespielt haben, immer gegeseitig abgesucht. Wenn da eine war: Einfach gerade rausziehen, fertig.“ Stimmt eigentlich, kostet halt nur etwas Überwindung, der pragmatische Umgang mit diesen kleinen Parasiten. Sie legt noch ein bisschen Fachwissen nach: „Borreliose, sagt man, bekommt man sowiso erst wenn die länger als einen Tag drinstecken.“ Ich war baff. Mediale Anti-Zecken Propaganda und schlimme Vorurteile mit wenigen, gewählten Worten widerlegt. Seitdem sind Insekten für mich wieder gleichberechtigte Mitbewohner meines Lebensraums.

Unsere Küche wurde vor einer Weile Ziel einer anderen tierischen Heimsuchung. Mehlmotten nisteten sich als ungebetene Mitesser und Dauergäste in unserem Vorratsschrank ein. Wer die Nachhaltigkeit will, muss Opfer bringen: Möglicherweise waren die Motten einfache Mitreisende in einem Vollkornprodukt aus dem Bioladen. Alles voll biologisch, die Motte ist ein Tramp. Als Gegenmaßnahme verstaute meine Freundin alles körnige und zerealische in verschraubbaren Gläsern. Trotzdem sind ein paar dieser Tramps übriggeblieben und haben anscheinend auch schon für Nachwuchs gesorgt. Anfangs habe ich zwei bis drei pro Tag händisch erledigt. Mittlerweile haben wir, ganz im Sinne von Makrobiose, umgestellt. Wir halten jetzt ein Pärchen Fledermäuse. Einfach einen alten Umzugskarton von innen mit Pappmaschee-Stalagniten auskleiden und abundzu befeuchten — schon haben die nützlichen Flugmäuse ein äußerst wohnliches Domizil. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit schwärmen die Beiden aus und lassen sich die Mehlmotten schmecken. Ich sehe ihnen gerne dabei zu. Man muss nur die Natur verstehen und ihre Stärken zu Nutzen wissen, dann lösen sich Umweltprobleme wie von selbst.